App Entwickeln lassen

Sie möchten eine App entwickeln lassen? - Wir klären die 5 wichtigsten Fragen im Experten Interview.

Im Interview mit unserem Experten haben wir sämtliche Fragen rund um das Thema "App entwickeln lassen" geklärt. Dabei haben wir uns auf die häufigsten Fragen unserer Leser konzentriert. Dieses Interview ist sowohl an Unternehmer, als auch an Unternehmen und StartUps gerichtet.

App-Agentur

Unser Experte “André Hoffendahl” ist seit 7 Jahren in der App Entwicklung tätig und leitet die App Agentur Applaunch in München. Mit über 160 Projekten hat er definitiv auf sätmliche Fragen die passende Antwort.​

Interviewer:

Herzlich Willkommen Herr Hoffendahl und vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns ein paar Fragen zu beantworten

Experte:

Sehr gerne, wollen wir mal sehen was da auf mich zukommt.

Frage 1: Wer kann mir eine App entwickeln?

Relevanz der Frage
Wer kann mir eine App Entwickeln? 36%

Interviewer:

Die erste Frage bezieht sich auf die verschiedenen Möglichkeiten, eine App entwickeln zu lassen. Auch in Hinblick auf Qualität und Kosten.

Experte:

Ok verstehe. Grundsätzlich unterscheiden wir hier drei Methoden. Man kann zu einer App Agentur, zu einem Freelancer oder sich einen App Entwickler per Anteile ins Boot holen. Freelancer sind für ganze Projekte eher ungeeignet, weil sie nicht den langfristigen Support bieten und sehr von Projekt zu Projekt leben. Einen Entwickler per Anteile zu entlohnen funktioniert leider auch nur selten, da man hier wohl eher die “Anfänger” erwischt die ihren Wert noch nicht kennen. 

Die App Agentur vergleichen wir immer gerne mit einem Bauherren für IT Projekte. Wenn man sich mit der App Entwicklung nicht auskennt, sollte man lieber die Finger davon lassen und einen Experten/ eine Agentur beauftragen. Das spart am Ende auch Kosten und Nerven.

Interviewer:

Empfehlen Sie die Agentur weil Sie selbst eine sind?

Experte:

Als ich damals noch Projekte als einzelner Entwickler realisiert habe, hätte ich wahrscheinlich bei manch einem Projekt dem Kunden auch eher ein etwas “erfahreneres” Team empfohlen. Das war teilweise schon etwas herausfordernd und hätte auch schief gehen können. Heute sind ca. 50% unserer Anfragen von Unternehmen und StartUps die mit einem Freelancer gestartet sind und jetzt vor einem unfertigen Ergebnis stehen oder die Kosten nicht mehr überblicken.

Kleinere Projekte, MVPs und Prototypen, wo es um nichts geht, da kann man es mit einem Freelancer versuchen. Alles andere, Finger weg von so einem Setup, man spart dadurch kein Geld. Gibt genug günstigere Agenturen mit einer besseren Leistung.

Interviewer:

Also zusammenfassend, warum nicht Freelancer? 

Experte:

Oft nicht günstiger, Lebt von Projekt zu Projekt, fehlt das Verständnis für das große Ganze. Von Freelancern würde ich nur kleinere Tasks erledigen lassen.

Frage 2: Wieviel kostet es eine App zu entwickeln?

Relevanz der Frage
Wieviel kostet es eine App zu entwickeln? 89%

Interviewer:

Die wohl am häufigsten gestellte Frage unserer Leser befasst sich mit den Kosten der App Entwicklung. Was Kostet es denn nun konkret?

Experte:

Die Entwicklung einer App ist wie der Bau eines Autos, welches nicht von der Stange kommt. Es gibt viele Qualitätsunterschiede die den Preis auch beeinflussen. Gehört mir der Code nach der Entwicklung? Welche Funktionen brauche ich? Welche Drittanbieter Lösungen werden verbaut? Auf welchen Geräten soll die App laufen?

All diese Punkte sind Kostenfaktoren. Daher beantworte ich diese Frage immer gleich. 90% aller Projekte die wir in den letzten 7 Jahren realisiert haben, lagen in einem Budget zwischen 30 – 50.000€. Die restlichen 10% lagen drüber oder drunter. 

Interviewer:

Wenn ich jetzt z.B. bei Ihrer Agentur eine App realisieren möchte, ab welchem Punkt könnten Sie mir eine Aussage über die Kosten geben?

Experte:

Im Grunde sofort. Ich muss nur in etwa wissen, welche aktuelle App vom Funktionsumfang in etwa dem entspricht, was Sie brauchen. Dann kann ich das mit Projekten, die wir bereits realisiert haben vergleichen und Ihnen verschiedene Szenarien nennen. Da diese Projekte real mit uns umgesetzt wurden, ist die Kostenschätzung dann schon recht exakt und reich oft aus zu entscheiden, ob es in die nächste Phase gehen soll.

Interviewer:

Also mit ca. 30 – 50.000€ muss man rechnen?

Experte:

Naja, es gibt wie gesagt auch einfachere, aber auch komplexere Projekte. Wir bieten hierfür kostenlose Erstgespräche an, damit wir die Kostenfrage direkt klären können und unsere Kunden auch gut planen können. Es gibt ja auch teurere und günstigere Agenturen auf dem Markt. Wir liegen grundsätzlich immer so 30% unter Marktdurchschnitt.

Die Corona Warn – App lag beispielsweise bei 68 Millionen Euro Entwicklungskosten. Ohne Worte. Wir haben schon wesentlich komplexere Projekte realisiert und haben viele Jahre Erfahrung. Von solchen Zahlen sollte man absolut Abstand nehmen. In unserem Portfolio kann man sehen, dass wir auch mit DAX Konzernen gearbeitet haben, die Projektbudgets lagen hier nur selten über 100.000€.

Frage 3: Wie lange dauert es eine App zu entwickeln?

Relevanz der Frage
Wie lange dauert es eine App zu entwickeln? 44%

Interviewer:

Nächste Frage richtet sich an die Dauer der Entwicklung. Dabei wird die Gesamtdauer eines Projekts gemeint, nicht nur die Entwicklung selbst.

Experte:

Genau wie die Kosten, hängt auch die Dauer von Faktoren wie dem Umfang des Projekts ab. Hinzu kommt noch der Faktor “Kunde”. Manche Projekte können innerhalb von 2-3 Monaten abgeschlossen werden, manche dauern länger. Manche Kunden arbeiten gut mit, bei anderen wartet man ewig auf Feedback.

Wir geben z.B. bei unseren Angeboten immer auch eine Schätzung für die Dauer der Entwicklung mit, wobei wir hier schon einen Puffer einbauen. Die Designphase, welche die erste sein wird, dauert im Schnitt etwa 2-4 Wochen. Wenn die Designs fertig ist und die Entwicklung startet, geht alles sehr schnell. 

Nach etwa 1-1,5 Wochen kann man bereits erste Ergebnisse sehen und nach einem weiteren Monat kann man die App testen und auch Feedback geben. 

Interviewer:

Wieso dauert so ein App Projekt eigentlich so lange?

Experte:

Naja, es kann auch schneller gehen wenn man mit vorgefertigten Modulen arbeitet. Das sind oft so genannte “Drittanbieter” Lösungen. Da es hier rechtlich allerdings Probleme gibt, arbeiten gute Entwickler vorwiegend mit Custom Lösungen. 

Wenn wir von einer App für iOS und Android ausgehen, brauchen wir einen iOS und Android Entwickler und auch noch einen Backend Entwickler. Dazu kommt das Testing (was wirklich sehr umfangreich ist) und die Anpassungen. Die Anpassungen bitte unbedingt mit einkalkulieren. Diese dienen dem Vorteil des Kunden. Man möchte ja schließlich ein Ergebnis nach seinen Vorstellungen haben. 

Man kann hier wieder das Beispiel vom Hausbau erwähnen. Wie ein Haus hat auch eine App verschiedene Bauabschnitte die kontrolliert und freigegeben werden müssen. Qualität braucht ihre Zeit. Schnelle Lösungen sind oft dirty und nicht für die Ewigkeit gemacht.

Interviewer:

Wenn ich jetzt heute eine App beauftragen würde, wie schnell könnte Ihr Team dann mit den ersten Schritten beginnen?

Experte:

Wir starten immer sofort mit der Designphase. Da gibt es kaum Wartezeiten. Während das Design dann in der Erstellung ist, werden schon die Entwickler auf das Projekt “eingeschworen”. So kann direkt im Anschluss mit der Entwicklung gestartet werden.

Interviewer:

Klingt gut.

Experte:

Hat auch viel Erfahrung gebraucht um das so auf die Beine zu stellen.

Frage 4: Was macht eine gute Mobile App aus?

Relevanz der Frage
Was macht eine gute Mobile App aus? 78%

Interviewer:

Die nächste Frage geht direkt ins Eingemachte. Unsere Leser wollen wissen, wie man eine gute Mobile App baut und was diese ausmacht?

Experte:

Diese Frage geht schon in die richtige Richtung. Meiner Auffassung nach hat eine gute Mobile App 3 wichtige Teile berücksichtigt: 1) Die Kernidee wurde smart umgesetzt und es wurde darauf geachtet, dass kein unnötiger Schnickschnack drin ist 2) Die App hat ein Ansprechendes Design und lässt sich logisch Bedienen ohne, dass Fragen offen bleiben 3) Man bietet dem User einen echten Mehrwert und einen Grund, die App wieder zu benutzen.

Ich persönlich sage immer, Usability (Handhabung der App) ist wichtiger als Design. Es gibt viele erfolgreiche Apps, die User täglich nutzen, welche ein fürchterliches Design haben. Z.b. Die Deutsche Bahn App. Aber man hat alles was man braucht auf einem Blick und sie ist einfach zu Bedienen. Wichtig ist natürlich auch eine Userbindung. Es gibt Apps, die seltener und manche die öfter genutzt werden. Solange sie genutzt werden ist das ok! Aber man muss einen Zustand schaffen der bewirkt, dass ein User sagt “Diese App hilft mir, diese App nutze ich gerne”.

Interviewer:

Gibt es so eine Art “Erfolgsrezept” von dem du sagen würdest, dass eine App dadurch erfolgreich sein kann? So nach dem Motto, wenn deine App das und das hat, wird sie erfolgreich?

Experte:

Technisch gesehen ja, auf jeden Fall. Ich habe schon viele App Anfragen bekommen die zuerst ziemlich “einfach” waren, aber von der Idee her sehr gut. Durch unsere, bzw. meine Erfahrung durch andere Projekte kann ich immer gleich sagen, wie man eine Idee umsetzen muss, damit sie maximal erfolgreich sein kann. 

Ich kenne viele Konzepte um Umsatz zu generieren, um User bei Laune und in der App zu halten und für die Lösung des Grundproblems, das jede App nunmal lösen soll. 

Interviewer:

Was war denn bisher DIE Beste App Idee, von der du jemals von einem Kunden gehört hast?

Experte:

Die beste Idee, von der ich jemals gehört habe und erzählen darf, ist ein Online Live Berater für Amazon Artikel. Hierbei geht es darum, nach Amazon Artikeln zu suchen und dann via Live Chat Beratung von einem anderen Käufer dieses Artikels zu erhalten. Am Ende der Beratung konnte man dann via Link und Provision den Artikel anbieten.

Die App hat die perfekte Umsatzquelle, ist ein echter Problem Solver und ist auch technisch super spannend.

Interviewer:

Was wurde aus der Idee?

Experte:

Ist aktuell in der Umsetzung. 

Interviewer:

Kostet?

Experte:

Das darf ich nicht genau sagen, aber dieses Projekt liegt auch in dem vorhin genannten Rahmen und wird für iOS und Android entwickelt. Dauert ca. 4 Monate in der Entwicklung.

Frage 5: Worauf muss ich bei der Wahl des Entwicklungspartners achten?

Relevanz der Frage
Worauf muss ich bei der Wahl des Entwicklungspartners achten? 81%

Interviewer:

Diese Frage haben wir uns fürs große Finale aufgehoben. Worauf sollte man, egal ob als Unternehmen oder Gründer achten, wenn man sich einen Entwicklungspartner aussucht?

Experte:

Mein Tipp, es muss ein gesunder Mix aus Kosten, Sympathie, Expertise und Bauchgefühl sein. Erfahrungsgemäß wissen wir, dass die Mehrheit sich bei der Suche eines Dienstleisters nach den Kosten richtet. Das ist für unsere Agentur sicherlich ein Vorteil, dennoch sollte das auf der Entscheidungsliste nicht ganz oben stehen. 

Interviewer:

Was sollte Ihrer Meinung nach ganz oben stehen?

Experte:

Das Projekt. Wie der Entwicklungspartner auf das Projekt reagiert, welche Ideen er hat um es zu verbessern, es anzupassen. Dann kommt die technische Empfehlung des Entwicklers. Wie würde er das Projekt umsetzen und warum? Hat er das Ziel des Projekts voll und ganz verstanden? Das muss er um eine gute Software bauen zu können. Macht er generell einen Kompetenten Eindruck? Wie lange macht er das schon? Welche Projekte bzw. Kunden hatte er bisher so? Hat er Bewertungen oder Referenzen mit denen man sprechen kann?

Interviewer:

Und was hat es mit der Sympathie auf sich?

Experte:

Sie müssen mit Ihrem Entwicklungspartner während der Entwicklungszeit gut auskommen, er muss gut auf Ihre Wünsche eingehen, ab besten noch eigene Ideen einbringen und bei Kleinigkeiten ein Auge zudrücken können. ITler sind die liebsten und besten Leute, mit denen man zusammenarbeiten kann. Wenn Sie jemanden finden, mit dem Sie gut auskommen, ist das mehr wert als eine zu ernste und steife Agentur die aus jeder Kleinigkeit ein großes Thema macht.

Interviewer:

Was sind Ihre letzten berühmten Worte?

Experte:

Verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl, aber seien Sie nicht naiv.