In-App Advertising – wie viel Geld verdient man mit App Werbung?

Sie möchten mit Ihrer App Geld verdienen und denken über In-App-Advertising als Einnahmequelle nach? In diesem Artikel erklären wir Ihnen die Vor- und Nachteile von Werbeeinblendungen in der eigenen App. Außerdem verraten wir Ihnen, worauf Sie unbedingt achten sollten, wenn Sie Werbung in Ihrer App schalten.

Was ist In-App Advertising?

Bei In-App Advertising handelt es sich um eine beliebte, aber durchaus umstrittene Methode, um mit Apps Geld zu verdienen. Das Prinzip ist einfach: Sie stellen in Ihrer Anwendung an verschiedenen Stellen Werbeplätze zur Verfügung. Auf diesen Plätzen können andere Unternehmen Werbung schalten, wofür Sie wiederum entlohnt werden.

In-App Werbung gehört zu den am häufigsten verwendeten Strategien, um mit einer eigenen App Geld zu verdienen. Das klingt naheliegend, wenn man bedenkt, dass der App Markt ein Milliardengeschäft ist.

Und doch ist das In-App Advertising für iOS und Android nicht immer die richtige Wahl, wenn man seine Anwendung monetarisieren möchte.

Wir gehen später noch genauer darauf ein, wann sich In-App Werbung lohnt und wann nicht. Vorher sehen wir uns kurz ein paar andere Möglichkeiten an, denn: Es gibt durchaus spannende Alternativen zum In-App Advertising als Einnahmequelle…

Beispiel: In-App Werbung in der eBay Kleinanzeigen App

Exkurs: Alternativen zu In-App Werbung:

  • In-App-Käufe: Dabei handelt es sich um Upgrades, Boni oder Zusatzfeatures, die den Mehrwert einer App erhöhen. User können sich diese Optionen kostenpflichtig dazubuchen.
  • Premium-Modell: Neben einer kostenlosen App-Variante, stellen Sie Ihren Usern eine kostenpflichtige Premium-Version zur Verfügung. Dadurch erhalten die Anwender Zugriff auf den vollen Funktionsumfang.
  • Paid-Apps-Modell: Diese Apps sind generell nur gegen Bezahlung nutzbar. Vor allem Abo-Modelle sind hier sehr lukrativ.
  • Paywalls: Diese Zugriffsbeschränkungen erlauben die Nutzung des vollen Funktionsumfangs der App, sie ist allerdings zeitlich oder zahlenmäßig limitiert. Möchten Nutzer die maximale Freiheit, können Sie diese Schranke umgehen, indem sie dafür bezahlen.
  • Pay-What-You-Want: Hier können die User frei bestimmen, wie viel Geld sie für die Nutzung der App bezahlen wollen.
  • Spenden: User können selbst entscheiden, ob Sie den Entwickler für die Nutzung der App bezahlen möchten oder nicht.

In den folgenden Abschnitten beschränken wir uns ausschließlich auf das Thema In-App Advertising. Wenn Sie erfahren möchten, welches Monetarisierungsmodell am besten zu Ihnen passt, empfehlen wir Ihnen den Beitrag App Monetarisierung – wie Sie mit einer eigenen App Geld verdienen.

Welche Gründe sprechen für App Werbung?

Grundsätzlich ist der App Markt super lukrativ. Die meisten Menschen nutzen Ihr Smartphone viele Stunden am Tag. Egal ob beim Warten auf die U-Bahn, bei gemütlichen Abenden mit Freunden oder bei der Arbeit: Apps sind mittlerweile in fast allen Lebenssituationen präsent.

Dazu kommt: Im Gegensatz zu Desktop-Anwendungen ist die Verfügbarkeit und Funktionalität von Ad-Blockern für Smartphones sehr überschaubar.

Mit einer durchschnittlichen Klickrate von 1,5% schlägt Smartphone Werbung Desktop Werbung ebenfalls deutlich. Bedenkt man nun noch die guten Targeting-Möglichkeiten für Werbetreibende, kann sich daraus ein lukratives Geschäft entwickeln – vorausgesetzt, die App wird häufig heruntergeladen und genutzt, aber dazu später mehr.

App Werbung Verdienst welche Anzeigenformate gibt es?

Bildanzeigen

Hier handelt es sich um einfache Bannerwerbung. Ein Bild kommuniziert ein Angebot. Klickt der User darauf, wird er zur Quelle des Angebots weitergeleitet. Bildanzeigen werden oft im Footer-Bereich von Apps eingeblendet.

Videoanzeigen

Nicht selten handelt es sich hierbei um klassische Werbespots, wie wir sie aus dem Fernsehen kennen. Videoanzeigen können wunderbar beim Wechsel zwischen Screens oder Menüs eingebaut werden.

Expandable Banner

Gewissermaßen eine Mischung aus den beiden zuvor vorgestellten Anzeigenarten. Zuerst sieht der User ein Bild. Klickt er darauf, erweitert sich die Anzeige und es kommen weitere Inhalte wie Videos oder Animationen zum Vorschein.

Native Anzeigen

Native Anzeigen sind für viele Werbetreibende besonders interessant, weil sie sich nahtlos in das Design der App einfügen und auf den ersten Blick gar nicht nach Werbung aussehen. Allerdings eignen sie sich nur für bestimmte Angebote und Apps. Wenn Sie in Ihrer Applikation beispielsweise redaktionelle Inhalte teilen, können Sie sehr gut mit Native Ads arbeiten.

Beispiel: Native In-App Werbung in der OneFootball App via Taboola

In-App Werbung Anbieter – wo kann ich In-App Werbung für meine App buchen?

Um in Ihrer Anwendung Werbeplätze einzurichten, haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Sie registrieren sich bei einem Werbenetzwerk.
  2. Sie akquirieren selbst Werbetreibende, die für Werbeanzeigen in Ihrer App bezahlen.

Werbenetzwerke wie Google Ad Network, Taboola oder Media.net befüllen Ihre Werbeplätze automatisch mit Display Werbung. Und auch beim Einbinden der Werbeplätze in Ihre App erhalten Sie in der Regel wertvolle Hilfestellung. Das ist zeitsparend und bequem. Allerdings: Wirklich lukrative Deals zu finden, ist gar nicht so einfach und eine Wissenschaft für sich.

Wenn Sie Ihre Werbedeals dagegen selbst und direkt mit Werbetreibenden aushandeln, haben Sie hier deutlich mehr Freiheiten und können selbst entscheiden, wie viel Sie berechnen. Akquise, technische Einbindung und Bereitstellung sind jedoch zeitaufwändig und mühsam.

Beispiel: Display Werbeanzeige aus dem Google Display Netzwerk in der ImmoScout24 App

Wie kann ich selbst Werbung schalten?

Auch Sie können Werbung in anderen Apps schalten und davon profitieren. Bewerben Sie Ihre eigene Applikation oder Ihre Produkte und Dienstleistungen zielgerichtet in passenden Anwendungen.

Die Platzierung der Werbeanzeigen ist flexibel steuerbar, nach App-Kategorie, Devices oder Standort. Und sogar Retargeting ist möglich. Auch hier ist eine Zusammenarbeit mit einem Netzwerk vermutlich die praktikabelste Lösung.

Werbeeinnahmen App berechnen – wie viel Geld verdient man mit Werbung in Apps?

Wenn Sie sich als Publisher in einem Werbenetzwerk registrieren, ist das für Sie in der Regel kostenlos, schließlich stellen Sie Ihre App als Werbeplattform zur Verfügung. Die Kosten tragen die Werbetreibenden, die mit der Buchung von Werbeanzeigen für die Technologie des Werbenetzwerks und die Reichweite des Publishers bezahlen.

Doch wie viel Geld bekommt man eigentlich für Werbung in einer App? Wie so oft ist es schwierig, diese Frage pauschal zu beantworten. Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren, wie der Branche, dem Werbenetzwerk, den Details des Deals, aber auch von der Qualität und Anzahl der Werbeplätze ab.

Im Durchschnitt liegt die Anzeigen-Klickrate bei mobilen Endgeräten bei 1,5% und der CPC-Preis (Cost-per-Click) bei 30 Cent. Dazu kommen folgende zwei Hebel:

  • Die Fill-Rate = die Auslastung der zur Verfügung stehenden Anzeigenplätze
  • Die Anzahl an Impressionen = die Anzahl an Werbeeinblendungen pro Monat

Wer monatlich über genug Traffic in seine App spült, um Impressionen im niedrigen 7-stelligen Bereich auszustrahlen, kann bei einer über 50-prozentigen Fill-Rate mit mehreren tausend Euro pro Monat an App Werbeeinnahmen rechnen. Allerdings erreichen nur sehr wenige App Betreiber solche Werte…

Werbung in App einbinden – gibt es Risiken?

Display-Anzeigen werden geschaltet, seit es das Internet gibt. Trotzdem passieren auch heutzutage immer wieder die gleichen Fehler – auch im App-Bereich.

Wer Werbeanzeigen schaltet, die nicht zum Thema passen, darf sich nicht wundern, wenn die Userzahlen stagnieren oder sogar einbrechen.

Das gleiche gilt für Anzeigen-Platzierungen, die sich negativ auf die User Experience auswirken. Dazu gehören penetrante Pop-ups oder Banner, die Inhalte oder Funktionen verdecken.

Außerdem wissen wir aus Erfahrung: Viele App-Betreiber gehen beim Thema In-App Werbung mit einer überzogenen Erwartungshaltung ins Rennen. Wer denkt, dass sich Werbetreibende um Anzeigenplätze schlagen, sobald die eigene App erstmal online ist, liegt damit meist auf dem Holzweg.

Ad in App – worauf sollte man beim Schalten von Werbung in der eigenen App achten?

Wenn Sie In-App-Advertising nutzen möchten, um Ihre App zu monetarisieren, sollten Sie auf ein paar sehr wichtige Dinge achten.

So konträr es auch klingen mag: Werbung sollte in Ihrer App nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Investieren Sie stattdessen Ihre ganze Energie, um eine großartige User Experience für Ihre Anwender zu schaffen. Damit bilden Sie ein ideales Fundament, für solides Benutzerwachstum & viele positive Bewertungen – dies macht Ihre App automatisch attraktiver für Werbetreibende.

Setzen Sie bei der Auswahl Ihrer Werbeanzeigen auf Diversifizierung, sprich: Melden Sie sich bei mehreren Werbenetzwerken an, um nicht abhängig zu sein. So fällt es nicht schwer ins Gewicht, wenn von einem Anbieter mal nicht so viele Anzeigen ausgespielt werden. Ein weiterer Tipp: Stellen Sie die Monetarisierung Ihrer App auf mehrere stabile Füße. Denn aus zahlreichen Kundenprojekten wissen wir: Die wenigsten App Betreiber werden durch In-App Advertising reich. Es kann jedoch eine lukrative Zusatzeinnahme sein und in Kombination mit anderen Monetarisierungsmodellen dazu beitragen, dass Ihre App langfristig Profit abwirft.

Wann ist In-App Werbung eher kontraproduktiv?

Zum Beispiel, wenn Ihre App eine Service-Leistung darstellt oder als Ergänzung für ein anderes Produkt fungiert. Nehmen wir mal an Sie sind Inhaber einen Versicherung und stellen Ihren Mandanten eine App zum Abruf ihrer Unterlagen zur Verfügung.

Werbeanzeigen wären hier völlig deplatziert, weil sie die User Experience ohne echten Gegenwert verschlechtern (der Kunden hat ja vermutlich bereits für ein Angebot bezahlt). Davon abgesehen macht Werbung in einer Service-App nicht gerade einen seriösen Eindruck.

Fazit: Lohnt sich In-App Werbung als Monetarisierungsstrategie?

Sind wir ehrlich: Apps sind Niedrigpreisprodukte und die meisten Anwendungen sind sogar kostenlos. Aus diesem Grund gehört das In-App-Advertising nach wie vor zu den gängigen Monetarisierungmodellen.

In-App-Werbung kann sich lohnen, wenn sich User Experience und Werbeeinblendungen die Waage halten, sollte aber niemals das einzige Standbein sein.

Falls Sie dazu Fragen haben oder professionelle Unterstützung benötigen, wenden Sie sich gerne an Applaunch – Ihre App Agentur.

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Über André Bornstein

Er ist Mitbegründer der App Agentur Applaunch und selbst App Entwickler. Mit der Erfahrung von mehr als 160+ umgesetzten App-Projekten weiß er worauf es bei der erfolgreichen Umsetzung von Apps ankommt.

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